Wiederkehrende Muster auflösen, Blockaden auflösen, Schuldgefühle und Pflichtgefühle loswerden
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Möchtest Du mehr über Deine Rolle im Familiensystem erfahren? Ist Dir nicht klar, ob und wie Du von früheren Partnerschaften beeinflusst wirst? Im Grunde genommen beleuchten wir bei der Familienaufstellung Deine Vergangenheit. Wie Familienstellen genau funktioniert und was es Dir bringt, erfährst Du in diesem Artikel.

Was ist eine Familienaufstellung?

Bei der Familienaufstellung handelt es sich um eine Methode aus der Systemischen Therapie. Folglich werden Systemische Aufstellungen auch in der Therapie angewandt. Darüber hinaus auch in der Lebensberatung, dem Coaching und der Supervision.

Ursprünglich kommt sie aus dem Bereich der Familientherapie. Demgemäss ist das Ziel hinter dem Familienstellen, bestimmte Muster eines Familiensystems aufzudecken.

Dabei werden im Raum einzelne Personen aufgestellt und deren Beziehung zueinander erklärt. Deshalb stehen diese stellvertretend für einzelne Familienmitglieder. So sollen die Beziehungsstrukturen innerhalb einer Familie dargestellt werden. Findet die Familienaufstellung im 1:1-Setting statt, können auch Symbole oder Figuren verwendet werden. Ich selbst verwende dazu Playmobil-Figuren.

Was bringt mir eine Familienaufstellung?

Lies hier nach, mit welchen Methoden ich arbeite. Es gibt viele Gründe, warum Du Dich Deiner familiären Prägung stellen solltest. Erstens wirst Du selbstsicherer. Zweitens verändert sich Dein Auftreten. Drittens fühlst Du Dich glücklicher und beschwingter.

Zudem erfährst Du über falsche Prägungen und Verstrickungen, die aus Deiner Herkunftsfamilie stammen. Natürlich lösen wir diese auf und heilen sie. Manchmal sind es aber auch frühere Beziehungen zu Partnern, die Dich blockieren. Auch diese Blockaden lösen wir in der Familienaufstellung.

Wo macht man systemische Aufstellungen?

Aktuell gibt es über 80 Arten von Systemaufstellungen. Gemeinsam haben sie die Vorgehensweise, das Thema ändert sich klarerweise. Das bedeutet, die Familienaufstellung ist nur eine Form der systemischen Aufstellung. Doch auch andere Systeme können beleuchtet werden. Wie etwa Teams, Organisationen oder einzelne Projekte im Job.

Alles, was Dich umgibt, ist ein System. Wenn es darum geht, Dynamiken, Stärken und Schwächen zu beleuchten, ist eine Aufstellung sehr hilfreich. Im Folgenden gebe ich Dir Beispiele für systemische Aufstellungen:

  • Symptomaufstellung
  • Organisationsaufstellungen
  • Familienaufstellung
  • Teamaufstellung

Mehr zur Systemischen Aufstellung und den 6 systemischen Checks liest Du hier.

Wie funktioniert eine Familienaufstellung?

Unser Denken, Fühlen und Handeln ist stark von unserer Herkunftsfamilie geprägt. Oft bewusst, häufig auch unbewusst. Bei der Familienaufstellung bekommen wir einen realistischen Blick auf die eigene Familie. Darüber hinaus auch auf unsere Gefühle den Familienmitgliedern gegenüber. Weiters auch auf unsere Position in der Familienstruktur.

Andere Personen in der Gruppe erhalten eine Perspektive bzw. Familienmitglied zugewiesen. In diesem Zusammenhang nehmen sie die Perspektive wahr und was gerade in ihnen vorgeht. Das können sie auch äussern.

Beispielsweise kommt es zu Sätzen darüber, welcher andere Mensch gerade den Weg blockiert. Ausserdem, wer zu nahe ist oder gar nicht als zugehörig empfunden wird. Dabei ist es oft so, dass die Teilnehmer Dinge spüren, die sie gar nicht wissen können. Etwa, dass die Beziehung zwischen Mutter und Sohn gestört ist.

Bei der Familienaufstellung kommt es zu einem Blick von Aussen. Das führt zum Sehen von Mustern in der Herkunftsfamilie. Zusätzlich, welche Auswirkungen diese haben. Beim Familienstellen schaust Du auf negative Erlebnisse, Tabus oder familieninterne Glaubenssätze. Auf diese Art kommst Du selbst wieder ins Reine mit Dir.

Vorgehen Familienaufstellung

Familienstellen in der Gruppe

Familienaufstellungen finden oft im Zuge eines Wochenendes statt. Egal, ob in der Gruppe oder im Einzelsetting: Wichtig ist der geschützte Rahmen. Ein Teil der Teilnehmer sind Stellverteter für bestimmte Personen. Der andere Teil stellt sein Anliegen auf. Wie die Systemische Aufstellung abläuft, hängt vom methodischen Schwerpunkt des Leiters ab.

Hinter jeder Aufstellungsarbeit steckt ein konkretes Anliegen. Umso klarer dies ist, desto effektiver auch das gemeinsame Arbeiten.

Ablauf beim Systemaufstellen

Im Zuge des Systemaufstellens sitzen die Teilnehmenden im Kreis. Während sich in der Mitte eine Art Bühne bildet. Dort werden dann unterschiedliche Systeme aufgestellt. Mögliche System sind etwa die Wahlfamilie, die Herkunftsfamilie, aber auch Firmen oder Organisationen. Unter der Wahlfamilie versteht man Partner und Kinder. Bei der Herkunftsfamilie handelt es sich um Eltern und Geschwister.

Kommt es nun etwa zur Familienaufstellung der Herkunftsfamilie, passiert Folgendes. Die betroffene Person wählt einen Teilnehmer aus, der den Vater repräsentiert. Einen, der die Mutter darstellt und weitere, die die Geschwister spielen. Auch der Teilnehmer selbst ist Teil der Familienaufstellung auf der Bühne.

Was passiert bei der Familienaufstellung?

Dabei geschieht etwas Spannendes. Nämlich, dass sich die Stellvertreter auf der Bühne so fühlen oder benehmen, wie jene Menschen, die sie repräsentieren. Warum? Der Grund liegt vermutlich an den “morphologischen Feldern”. Sie schildern ihre Wahrnehmung und Gefühle. Wir betrachten das Geschehen betrachten. Sodass wir die Beziehungen, familiären Muster und Glaubenssätze klarer sehen.

Der Leiter der Systemischen Aufstellung bringt so viele Informationen aus diesem System wie möglich in Erfahrung. Es zeigt sich eine Eigendynamik im System, welches genutzt wird. Daraus sollen Veränderungen resultieren. Weiters auch richtige Entscheidungen getroffen werden. Manchmal ist es sinnvoll, noch weitere Gespräche mit dem Leiter zu führen.

Ablauf Einzelsetting Familienaufstellung

Du möchtest Dein Anliegen lieber im 1:1-Coaching bearbeiten? Kein Problem! Mit mir kannst Du auch eine Familienaufstellung im Einzelsetting machen. Das heisst da gibt es natürlich keine anderen Teilnehmer. Hierzu dienen Playmobil-Figuren, die Du selbst positionierst.

Dabei verkörpern die Figuren Dein Familiensystem und die einzelnen Rollen darin. Klarerweise auch, welchen Platz Du in Deiner Herkunftsfamilie einnimmst. Dementsprechend gewinnst Du schnell einen Überblick über Deine Familienstruktur.

Kann ich mich auf Systemische Aufstellung vorbereiten?

Grundsätzlich wäre es sinnvoll, wenn Du nicht unvorbereitet zum Systemischen Aufstellen kommst. Aus diesem Grund empfehle ich Dir, dass Du eine konkrete Fragestellung hast. In der Familienaufstellung finden wir eine Lösung. Basierend auf der Fragestellung erfolgt auch die Aufstellung. Zum Beispiel:

  • Wie wirken sich die familiären Glaubenssätze auf mein Liebesleben aus?
  • Warum habe ich zu meinem Vater so ein schlechtes Verhältnis?
  • Weshalb bin ich in meiner derzeitigen finanziellen Lage?

Prinzipielle Tipps vor der Familienaufstellung:

  • Kontaktiere mich im Vorfeld für Fragen
  • Entscheide Dich bewusst für die Systemische Aufstellung
  • Suche Dir Deinen Leiter gut aus

Wann ist eine Familienaufstellung sinnvoll?

Umso stärker Du Dich belastet fühlst, desto wirkungsvoller wird Aufstellungsarbeit sein. Beispielsweise hilft eine Familienaufstellung bei folgenden Themen:

  • Wiederkehrende Muster, wie Trennungen oder Scheitern von Plänen
  • Blockaden durch innere Glaubenssätze, die aus der Herkunftsfamilie kommen
  • Schuldgefühle, Pflichtgefühle oder unerklärliche Gewissensbisse
  • Kein Kontakt zu Eltern oder anderen Familienmitgliedern
  • Nicht verarbeitete Trauer
  • Selbstwertprobleme, ….

Welche Gefahren gibt es bei einer Familienaufstellung?

In einer Familienaufstellung wirst Du damit konfrontiert, wie Dein Familiensystem tatsächlich aufgebaut ist. Dies schafft einen klaren Blick auf die Muster. Häufig wird es auch von tiefen, verdrängten Gefühlen begleitet.

Dir werden jahrzehntelange Belastungen bewusst und woher Deine Probleme kommen. Gefühle wie Wut, Trauer und Schmerz können hochkommen. Ist Dein Thema sehr belastend für Dich, empfehle ich Dir ein Einzelsetting mit mir.

Im Falle einer Familienaufstellung finden grundlegende Veränderungen statt. Diese musst Du wollen und zulassen. Insofern gilt: Umso dringlicher Dein Wunsch nach Veränderung ist, desto besser.

Keine Familienaufstellung

Bist Du noch nicht so weit, dass Du Deine aktuellen Probleme am Schopf packst? Hast Du zu grosse Angst vor Veränderungen im Familiensystem? Lass Dir Zeit, bis Du Dich weit genug fühlst, Dein Anliegen zu formulieren. Nicht immer ist es einfach, Deine Probleme zu erkennen.

Bei schweren psychischen Erkrankungen ist eine Familienaufstellung nicht empfehlenswert. In manchen Fällen zeigt sich auch eine Familientherapie als wirkungsvolle Methode.

Abschliessendes Fazit zur Familienaufstellung

Mittels Aufstellungsarbeit können viele Fragestellungen rasch bearbeitet werden. Daraus resultieren konkrete Handlungsalternativen und Lösungsansätze. Erkenntnisse stellen sich häufig schon während der Aufstellung ein. Wer eine Familienaufstellung macht, lernt sich selbst und seine Wurzeln besser kennen. Daraus folgt ein glücklicheres, selbstbewussteres Leben. Lass uns gemeinsam starten.

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